Breitband für Betriebe und private Haushalte

Berlin, 24.02.2011

Jahresauftakt – Brandenburger Breitband Jour Fix

Seit dem Jahre 2008 hat sich die IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft, als bundesweit tätige Selbsthilfeorganisation für kleinere und mittlere Betriebe, der Herausforderung der Internet-Breitband-Unterversorgung oder teilweise Nichtversorgung durch die aktive Kommunikation mit den betroffenen Mitgliedsbetrieben und Gemeinden angenommen.
Der Prozess zum sukzessiven Ausbau der Breitbandinfrastruktur, insbesondere in Brandenburg, wurde durch die IMW e.V. aktiv und mit positiven Ergebnissen, u.a. im Landkreis Oberhavel (Gemeinde Oberkrämer, Gewerbepark Flughafen Oranienburg) und im Landkreis Dahme-Spreewald (Gewerbepark Niederlehme), begleitet. Die erfolgreichen Umsetzungen konnten nur durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit kommunalen Entscheidungsträgern und Wirtschaftsförderungsgesellschaften bzw. Breitbandbeauftragten der Landkreise gleichermaßen gelingen.

Noch sind weitere Aktivitäten im Bereich ausreichender Breitbandversorgung für Betriebe und Freiberufler notwendig.

Folgerichtig nahmen am 24. Februar 2011 die Breitbandbeauftragten der Brandenburger Landkreise die Einladung zum Breitband-Jour-Fixe in Potsdam an, um in einen aktiven Erfahrungsaustausch einzutreten und gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

Dabei wurde deutlich, dass der Ausbau der Breitband-Versorgung in den einzelnen Landkreisen sehr unterschiedliche Wege annimmt. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass Monopolisten, z.B. TELEKOM, eher dann aktiv werden, wenn eine Kommune konkrete Eigeninitiative entwickelt, um einzelne Wohngebiete und Industrie- sowie Gewerbeansiedlungen mit alternativen Infrastrukturen anzubinden. Einige Kommunen warten auch bei der Beantragung der GAK-Mittel ab, da sie befürchten, dass sie nach einer erfolgreichen GAK-Förderung, keine weiteren Anträge auf Förderung mehr stellen können. In der Praxis zeigt sich, dass GRW-Fördermittel kaum in Anspruch genommen werden, da das Antragsverfahren zu komplex empfunden wird. Breitbandbeauftragte und Kommunen warten auf konkrete Fallbeispiele und Handlungsvorschläge, wie man unter verschiedenen Bedingungen Haushalte und Gewerbebetriebe anbinden sollte. Neue Möglichkeiten der bidirektionalen Satellitenanbindung sind noch nicht im Blick der Planer.

„Viele Kommunen in unterversorgten Regionen warten jetzt auf LTE. Dies wird jedoch den Bandbreitenbedarf nicht decken. Hier muss mehr passieren“, so Clemens Appel, ehemaliger Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär a. D.

Guter Rat ist hier notwendig; der Erfahrungsaustausch wird nunmehr noch intensiver zwischen IMW e.V. und Breitbandbeauftragten geführt.

Breitbandbeauftragte der Landkreise Elbe-Elster, Havelland, Dahme-Spreewald, Oberspreewald Lausitz, Potsdam Mittelmark, Prignitz, Teltow Fläming, Stadt Brandenburg