Private Krankenversicherung – Fluch oder Segen

Berlin, 06.03.2012

Gesundheit

In diversen Presse- und TV-Medien wird über die teilweise Beitragsexplosion in der Privaten Krankenversicherung PKV verstärkt berichtet. Nach einer Mitgliederbefragung sind die Beiträge in die PKV seit 2009 um durchschnittlich bis zu 35 % gestiegen – in nur drei Jahren ! Das Unternehmermagazin „impulse“ bestätigt in seiner neuesten Ausgabe 03/2012 diese Tendenz.

Sicherlich ist es zum einen von Vorteil, nicht auf Arzttermine monatelang warten zu müssen. Gern gesehen sind Privatversicherte in den Arztpraxen. Andererseits entwickelt sich das System als Kostentreiber für die Versicherten selbst. Es hilft hier auch nicht ein kleiner steuerlicher Vorteil weiter, da nur ein Teil des privaten Krankenversicherungsbeitrages steuerlich geltend gemacht werden kann. Zudem besteht die existentielle Frage, inwieweit man einer Altersarmut von Unternehmern und Selbstständigen tatsächlich vorbeugen kann?

Die Gründe:

  • Starker Anstieg der Behandlungskosten
  • Weniger Neuanträge junger/ gesunder Menschen
  • Sinkendes Gehaltsniveau der freiwillig Versicherten
  • Stetige Zunahme neuer Tarife mit weniger Versicherten
  • Demographie: Versicherte werden immer älter

„Die somit unausweichliche Beitragsschere, die Beschränkungen beim Wechsel der Kasse, die Alters- und Einkommensbegrenzung bei einem Wechsel in die GKV, erschweren die Zukunftsplanung und verunsichern die Selbstständigen.“, so Gunther Adams, ltd. Direktor des Instituts für Soziale Studien.

Doch schon seit 2007 hat die IMW e.V. mit dem Programm „Gesundheit 2030“ den Weg aus der Beitragsschere wirkungsvoll eröffnet (s. Presseartikel: Gefahren für kleinere Betriebe). Deutliche, laufende Beitragssenkungen, mehr Qualität, spürbare Beitragsentlastung ab Rentenbeginn und verbesserte steuerliche Anerkennung sind die Hauptbestandteile dieses IMW e.V. Programms.