Berlin, 14.06.2013
Praxistest sorgt für Erstaunen
An die 30 Unternehmer und Unternehmerinnen ließen sich von Herrn Dirk Ritter-Dausend, Abteilung Verfassungsschutz des Innenministeriums NRW, über mögliche Gefahren von Smartphones als leichtes Ziel für Wirtschaftsspionage informieren. Nach einer allgemeinen Einführung über die Methoden der Wirtschaftsspionage machte Herr Ritter-Dausend deutlich, dass Smartphones wie PCs funktionieren und entsprechend geschützt werden müssen – vor allem dann, wenn sie in die Unternehmenskommunikationsstruktur eingebunden sind.
Die Mittel der Spionage gehen über Hardwaremanipulation, bestimmte Apps oder über das „Ausspähen“ des eingeschalteten Smartphones mit Hilfe einer einfachen Software, z. B. in Konferenzen. Herr Dr. Jablonski vom Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein stellte sein Handy für eine praktische Demonstration zur Verfügung. In diesem Praxistest wurde zum grossen Erstaunen der Zuhörer/Innen gezeigt, dass man über sämtliche Daten verfügen kann. So wurden die Eintragungen des Outlookkalenders gezeigt, Kontaktdaten aufgerufen und das „Mithören“ vorgeführt.
Eindringlich appellierte der Referent für einen bewussten Umgang mit dem eigenen Handy, denn das sei der beste Schutz. So sollte man sein Handy nie unbeaufsichtigt lassen, Schnittstellen wie Bluetooth abschalten, zeitweise den Akku, während eines Meetings, entfernen, keine vertraulichen Gespräche über unverschlüsselte Telefone führen usw. Der ein oder andere Teilnehmer wird diese Tipps sicher für sich verwenden können.
Forum Mittelstand Niederrhein ist eine Veranstaltungsreihe, die durch das Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein GmbH sowie die IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. im Landkreis Viersen ( NRW ) initiiert wurde.
