Berlin, 02.10.2014
Mitglieder vor Ort
Am 30.09.2014 gingen Mitglieder und Gäste auf gemeinsame Entdeckungsreise durch das Haus des Rundfunks als auch durch die Sendestudios, aus denen u.a. die rbb Abendschau, rbb AKTUELL oder auch das Format „Thadeusz“ ausgestrahlt werden.
Zwei Länder, ein Sender: Am 1. Mai 2003 gehen der Sender Freies Berlin und der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg in einer gemeinsamen Rundfunkanstalt auf: dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Intendantin des neuen Senders ist Dagmar Reim, die erste Frau an der Spitze einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt in Deutschland.
Der rbb hat 1.500 festangestellte Mitarbeiter/Innen und 1.500 freie Mitarbeiter/Innen.
Am rbb-Standort Berlin besichtigen die Mitglieder die Fernsehstudios, u.a. den Arbeitsplatz der Abendschau-Moderatoren, die sich im Hochhausbau des Fernzehzentrums befinden. Darüber hinaus wurde ein Einblick in die redaktionellen Abläufe von der Themenfindung bis zur Sendung, die Studiotechnik von Blue Box bis Teleprompter gegeben.
In der ARD mischt der rbb kräftig mit. Mit Beiträgen, Dokumentationen und Reportagen setzt der rbb im Ersten regionale Akzente, u.a. mit folgenden Produktionen „Kontraste“, „Polizeiruf 110“, „Tatort“.
Darüber hinaus erlebten die Mitglieder hautnah den Aufbau eines „Radiostudios“. Die Radiosendungen werden „auf die Sekunde genau“ geplant. Aus Berlin senden radioBerlin 88,8, Inforadio und Kulturradio vom rbb.
Auf der einzigartigen Tour gab es Einblicke in den Kleinen und Großen Sendesaal. Der jüngst renovierte Große Sendesaal besticht durch eine faszinierende Innenausstattung aus dem Jahr 1959. Hier finden mehr als 1.000 Gäste Platz.
Seine theaterartige Ausgestaltung mit ansteigendem Parkett und verbreiterter Galerie gegenüber einer terrassenartig gestaffelten Bühne wird sowohl den akustischen Anforderungen für ein Radiostudio wie denen für einen Konzertsaal gerecht. Kastenförmige Streu- und Absorptionskörper an den mit Rüster furnierten Saalwänden sowie über der Bühne aufgehängte Reflektor-Segel erzielen einen diffusen Nachhall.
Das Haus des Rundfunks an der Masurenallee wurde im Jahre 1931 feierlich eingeweiht. Der Architekt Hans Poelzig hat ein enzigartiges Bauwerk geschaffen. Die Kosten beliefen sich auf 5 Millionen Reichsmark und in 19 Monaten Bauzeit entstand das Haus des Rundfunks. Das Haus ging durch eine wechselvolle Geschichte: die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, den Kalten Krieg, die Teilung und Wiedervereinigung Berlins.
Foto: rbb
