Potsdam, 16.09.2014
Mission und Verantwortung
In den Medien wird seit einigen Jahren sehr differenziert über die Bundeswehr diskutiert, internationale Krisen und Einsätze, fehlende Gelder im Bundeshaushalt, Bundeswehrreform, Nachwuchs- und Ausrüstungsprobleme bestimmen die Schlagzeilen von heute. Doch der wesentliche Beitrag der Bundeswehr, den die Soldaten und Soldatinnen zur weltweiten globalen Sicherheit und Stabilität leisten, rückt dabei in den Hintergrund.
Die Basis für eine konstruktive Diskussion zum Thema „Aufgaben der Bundeswehr – Wir dienen. Deutschland.“ – ist mit dem Besuch von Unternehmern/Innen der IMW e.V. beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam am 15.09.2014 erfolgreich geschaffen worden. Die Gäste wurden durch den stellvertretenden Befehlshaber Konteradmiral Brinkmann begrüßt. Mit einem beeindruckenden Vortrag über die aktuellen Auslandseinsätze erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die verantwortungsvolle Tätigkeit der Bundeswehr.
Zahlreiche der seitens der Politik initiierten Aufgaben wurden den Zuhörern erst in Gänze hierdurch bewusst.
Seit 2001 ist das Einsatzführungskommando der Bundeswehr auf nationaler Ebene für Planung, Führung und Auswertung der weltweiten Einsätze am Standort Geltow bei Potsdam verantwortlich. Es setzt die Vorgaben der Politik in militärisches Handeln um, indem es den im Einsatz stehenden deutschen Soldatinnen und Soldaten Befehle und Weisungen erteilt. Zudem trägt es Sorge dafür, dass die Einsätze im Rahmen der internationalen Mandate, des Parlamentsbeschlusses, des Regierungsauftrages sowie unter Beachtung der deutschen Rechtsordnung ablaufen.
Als sog. „Parlamentsarmee“ sind die einzelnen Aufgaben und Massnahmen seitens des Deutschen Bundestages jederzeit kontrollierbar und steuerbar.
Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr sind aktuell in folgenden Ländern im Einsatz: u.a. Afghanistan, Kosovo, Horn von Afrika, Küste des Libanon, Türkei, Mali, Zentralafrikanische Republik, Somalia, Sudan, Südsudan, DR Kongo, Westsahara.
An dieser Stelle danken wir dem Standortkommando für diesen besonderen Abend, der alle Teilnehmer nachhaltig beschäftigt hat.
„Die Nachrichten werden wir nun mit anderen Gefühlen und mehr Hintergrundwissen verfolgen können.“, so Susan Friedrich, IMW e.V. Vorstand.
Quelle: Bundeswehr/Steffen Kascheike
