Ahrensfelde (bei Berlin), 08.07.2015
IMW e.V. Mitglieder vor Ort
Einmal Hubschrauberpilot der Bundespolizei sein? An diesem Gedanken beteiligten sich IMW e.V. Mitglieder am 08.07. anlässlich eines beeindruckenden Besuchs der Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg in Ahrensfelde. Allen Teilnehmern wurde jedoch klar, welche Herausforderungen zu bewältigen sind, um den vielfältigen und teilweise gefährlichen Aufgaben als Hubschrauberpilot der Bundespolizei gerecht zu werden.
Früher gehörte die Bundespolizei zum Bundesgrenzschutz. Mit der Reform 1992 wurde die Bundespolizei mit heute 40.000 Mitarbeitern begründet, davon sind ca. 931 Mitarbeiter im Flugdienst mit 250 Piloten tätig. Die Bundespolizei-Fliegergruppe ist direkt dem Bundespolizeipräsidium unterstellt.
Die Hubschrauberflotte der Bundespolizei umfasst 85 Hubschrauber und ist die drittgrößte nach Lufthansa und Air Berlin.
Die Fliegerstaffel-Blumberg dient dazu, die Dienststellen der Bundespolizei und anderer Bedarfsträger insbesondere in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Sachsen zu unterstützen. Einmalig im Bundesgebiet ist die Kooperation mit dem Land Berlin: Die gemeinsame Nutzung eines Polizeihubschraubers durch die Landespolizei Berlin und die Bundespolizei. Hinzu kommt der positive Effekt, dass spürbare Kosteneinsparungen erreicht werden.
Die Missionen am Rande der Hauptstadt umfassen neben dem Schutz der Grenzen auch die Unterstützung anderer Bedarfsträger für Flüge im politisch-parlamentarischen Bereich und des Katastrophenschutzes sowie vielfältige Aufgaben, die das gesamte Aufgabenspektrum des Bundespolizei-Flugdienstes umfassen.
Die Piloten werden demnach auch zur Küstenwache auf hoher See (z.B. FRONTEX), bahnpolizeilichen Aufgaben (z.B. Beschädigungen an den Gleisen, Suizid, Verkehrsunfälle), Naturkatastrophen (z.B. Elbe-Hochwasser), Gewässerverschmutzungen, humanitäre Einsätze im In- und Ausland sowie für Strahlenmessungen eingesetzt.
Des Weiteren ist die Fliegerstaffel Teil der Luftrettungszentren. So nimmt die Staffel die Aufgaben der Luftrettung in der Luftrettungsstation Brandenburg an der Havel wahr.
Ein Hubschrauberpilot leistet ca. 23.000 Flugstunden jährlich. Fachkräfte werden auch hier gesucht.
Während einer Fußballsaison werden 111.000 Polizeibeamte eingesetzt. Da die Einsätze tendenziell zunehmen und für Kommunen mitunter ein teures Unterfangen sind, gab es bereits öffentliche Diskussionen über die Verwendung von Steuergeldern für die Absicherung von Risikofußballspielen. Der Stadtstaat Bremen hat per Gesetz daher beschlossen, die Deutsche Fußball-Liga an den Kosten für Polizeieinsätze bei sog. Risikospielen zu beteiligen.
Der Grenzschutz spielt auch selbst in Deutschland eine gewichtige Rolle. Wie aus den öffentlichen Medien zu entnehmen ist, reisen täglich 1.000 illegale Menschen nach Deutschland ein.
Nach den Ausführungen konnten die Mitglieder direkt mit den Hubschraubern „in Tuchfühlung“ gehen und die eingesetzte Technik von Wärmebildkameras sowie die unterschiedliche Ausstattung der Hubschrauber besichtigen.
Kurze Intervalle sind bei der Instandhaltung auf Grund der vielen rotierenden Teile nötig. Einen auseinander gebauten und in Einzelteile zerlegten Hubschrauber wurde zum Abschluss gezeigt.
Wir danken an dieser Stelle der Fliegerstaffel-Blumberg herzlich für die beeindruckende Führung und spenden als Dankeschön 150 Euro an die Christiane-Herzog-Stiftung.
Wir wünschen stets erfolgreiche Missionen!
IMW e.V. Mitglieder informierten sich über die eingesetzten Techniksysteme und besichtigten begeistert die verschiedenen Hubschrauber im Anschluss an die Einführung über die Tätigkeit der Fliegerstaffel-Blumberg der Bundespolizei.
Kleiner Mann ganz groß – früh übt sich!
