Berlin, 01.04.2015
ZDF-Morgenmagazin – Live dabei !
Am 31.03.2015 sind Mitglieder der IMW e.V. früh mit einem Besuch des ZDF-Morgenmagazins im sog. mo:ma-café gestartet. Nach der Live-Sendung erfolgte eine Führung durch das ZDF-Hauptstadtstudio im Zollernhof.
Die Morgenmagazinformate der öffentlich-rechtlichen Sender werden in abwechselndem Wochenrhythmus von der ARD in Köln und dem ZDF in Berlin ausgestrahlt. Die Formate dienen dazu, den Zuschauern den Start in den Tag mit aktuellen Informationen aus den Rubriken: Nachrichten, Wirtschaft, Kultur, Sport, Wetter und Gesellschaft zu erleichtern.
Das ZDF-Hauptstadtstudio wurde im Jahr 2000 unter Anwesenheit des Bundespräsidenten Johannes Rau eröffnet. Das ZDF zog gemeinsam mit der VEBA AG in den historischen Zollernhof, den der Berliner Architekt Thomas Baumann in vierjähriger Bauzeit umgestaltet und mit einem Neubau ergänzt hat.
Die ZDF-Hauptsendeanstalt befindet sich in Mainz. In Berlin werden neben dem Morgenmagazin weitere Formate produziert, wie z.B. das investigative politische Magazin „Frontal 21“, das an diesem Tag ein besonderes Jubiläum mit der Ausstrahlung der 500. Sendung beging. Die Moderatorin Ilka Brecht des Magazins „Frontal 21“ war daher Studio-Gast. Die Frage der MOMA-Moderatorin, ob das Magazin „Frontal 21“ ein neues Studio erhält, wurde von Ilka Brecht verneint. Ihr läge weiterhin die investigative journalistische Tätigkeit am Herzen. Kritische Themen werden durch „Frontal 21“ aufgegriffen, die Begleitung der Themen und nachhaltige Ergebnisse sind für das Publikum von besonderem Interesse.
Während der anschließenden Führung wurde die Arbeit der Menschen hinter „der Kamera“ erläutert, z.B. in der Regie, am Mischpult, in der Tontechnik. Eine besondere Herausforderung stellt der Beruf des/der Bildmischer(s)/in dar, den man nach fünf Jahren Ausbildungszeit erlernt hat. Zu 95 % wird dieser Beruf von Damen ausgeübt. In Sekundenschnelle muss sich derjenige/diejenige für die „richtige“ Bildauswahl entscheiden. Während einer Fußballübertragung kann man aus 80 Kameraeinstellungen wählen. Hier muss man das perfekte Gespür für die Dramaturgie besitzen. Bildingenieure arbeiten hier hochkonzentriert ca. eine halbe Stunde und müssen dann abgelöst werden.
Der Personalschlüssel: eine Person vor der Kamera bedeutet ca. 20 Personen hinter der Kamera.
Eine Live-Übertragungen wird mit einer zeitlichen Verzögerung von 2,5s ausgestrahlt.
Durch die staatliche Zensur in der ehemaligen DDR kam es zu 4s verzögerter Ausstrahlung. Seit der Janet-Jackson-Affäre im Rahmen der Live-Übertragung des 38. Super Bowls wurde in den USA bei Live-Übertragungen eine zeitliche Verzögerung von 5-7s eingeführt. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind verpflichtet, in jedem Bundesland eine Sendeanstalt zu unterhalten.
Alle Teilnehmer starteten gut informiert in den Tag.
Quelle: IMW e.V.
Quelle: IMW e.V.
