Berlin, 16.03.2015
IMW e.V. Mitglieder vor Ort
IMW e.V. Mitglieder besichtigten die Baustelle der Lindenoper oder der Staatsoper Unter den Linden am Sonntagmittag des 15.03.2015. Nach eingehender Belehrung und Ausstattung der Teilnehmer mit Sicherheitskleidung beschritt die Gruppe die gigantische Lindenoper-Baustelle.
Seit Herbst 2010 findet die aufwendigste Sanierungsmaßnahme in der Geschichte der Staatsoper statt. An der Generalsanierung beteiligt sich die Bundesrepublik Deutschland mit 200 Millionen € und der Verein der Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden mit 3 Millionen €. Auf Grund unvorhersehbarer Ereignisse wird nunmehr ein weiterer finanzieller Bedarf in Höhe von rund 90 Millionen € benötigt. Diesen Bedarf muss das Land Berlin aufbringen.
Unter der Einhaltung von denkmalpflegerischen Aspekten werden bautechnische Mängel beseitigt und die stark veraltete Gebäudeausstattung auf ein zeitgemäßes sicherheitstechnisches Niveau gebracht. Verbessert werden auch die Barrierefreiheit, die Klimatechnik und der Brandschutz. Die äußere Bauform der Oper bleibt aus der Fußgängerperspektive bestehen. Das Volumen des Zuschauersaals wird, um eine bessere Akustik zu erzielen, vergrößert. Dafür wird der Saal innerhalb der vorhandenen Gebäudekubatur durch Anheben der historischen Decke um vier Meter erweitert. So wird die Nachhallzeit von 1,1 Sekunden auf 1,6 Sekunden erhöht.
Die Gestaltung des Operngebäudes Unter den Linden wird dabei in der Gestaltung mit Einbauten und Farben aus den 1955er Jahren ergänzt und wiederhergestellt.
Insgesamt sind 280 Unternehmen an der Baustelle Lindenoper über den Bau- und Sanierungszeitraum beteiligt.
An dieser Stelle danken wir Herrn Keßner für diese beeindruckende Führung.
Foto: Tanja Schnitzler
IMW e.V. Mitglieder in Sicherheitskleidung / Foto: Tanja Schnitzler
