Innovationen in NRW durch KMU und Forschungsinstitutionen

Düsseldorf, 07.09.2016

Wirtschaft trifft Wissenschaft trifft Politik

Kleine und mittlere Unternehmen in NRW haben nach Einschätzung der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. (IMW e.V.) und der Klaus Dieter Arndt Stiftung (KDA) nur unzureichend Zugang zu Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung und neuer Technologien.

Die IMW e.V. und die KDA arbeiten im Bereich wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung zu den wichtigsten Themen des Mittelstandes, insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen, eng zusammen – mit messbaren Ergebnissen.

So fand am 05.09.2016 die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft trifft Politik“ der Klaus Dieter Arndt – Stiftung (KDA) in Düsseldorf statt. Die Initiatoren hatten sich ganz bewusst entschlossen, diese erste Veranstaltung zum wichtigen Thema: „Innovationen in NRW durch KMU und Forschungsinstitutionen“ in der Handwerkskammer zu Düsseldorf durchzuführen. Insbesondere Handwerksunternehmen haben durch neue Entwicklungen und Innovationen in den letzten 20 Jahren deutliche Akzente gesetzt.

Auf diese Erfolgsbilanz ging auch Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer zu Düsseldorf, in seiner Begrüßung ein.
Berechtigterweise stellte er die Frage an die Politik, warum das Projekt Technologie Transfer Ring des Handwerks NRW nach 22 Jahren in NRW nicht fortgesetzt wurde.

Die Referenten aus dem Bereich Politik, Nadja Lüders, MdL, SPD-Fraktion, stellv. Fraktionsvorsitzende und Dr. Thomas Grünewald, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, verwiesen auf die aktuellen finanziellen Anstrengungen bei Forschungsmitteln der NRW-Landesregierung im Milliardenbereich. Bedeutung haben hier acht sog. Zukunftsthemen, auf die sich die Politik der Landesregierung NRW fokussiert.

Die Podiumsgäste Gabriele Poth, Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf, Hans-Joachim Hering, Landesinnungsmeister und Vorstand Fachverband SHK NRW, Hans Peter Sproten, Hauptgeschäftsführer Fachverband Sanität Heizung Klima NRW und Dipl.-Ing. Jörg Brandes, Gesellschaft für Innenraumhygiene mbH sowie Udo M. Strenge, Vorstandsmitglied Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V., führten positive Praxisbeispiele auf, dennoch machten alle Beteiligten deutlich, dass sowohl Gesprächs- als auch Verbesserungsbedarf zwischen Wirtschaft, Wirtschaft und Politik dringend angezeigt sei. Herr Prof. Dr. Jochen Gutmann, Landessprecher NRW Verband Innovativer Unternehmen e.V. und Geschäftsführender Direktor des Deutschen Textilforschungszentrums in Krefeld, regte als Vertreter der Wissenschaft konkret an, den Innovationsassistenten an einem Forschungsinstitut ansiedeln zu können. Hier könnte er wesentlich effizienter eingesetzt werden.

Die anschließenden Diskussionen bezogen sich verstärkt auf die Qualifizierungsaktivitäten des Handwerks bei Auszubildenden, sowie auf das aktuelle politische Innovationsklima.

In zum Teil hitzigen und emotionalen Wortbeiträgen berichteten mittelständische Unternehmen von Ihren persönlichen Erfahrungen.Staatssekretär Dr. Grünewald erklärte sich gesprächsbereit für weitergehende, vertiefende Diskussionsrunden.

Die KDA wird gemeinsam mit der IMW anhand der angerissenen Problemstellungen in intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten entsprechende Lösungsansätze erarbeiten und zur Diskussion stellen.

Auf Grund der nachgelagerten Gespräche in dieser ersten Veranstaltung werden sich KDA und IMW e.V. in einer der folgenden Veranstaltungen mit dem Thema: „Bildung – Ausbildung – duale Projekte“ beschäftigen.

Rechtsanwalt Jörg Schintze (Vorstand KDA) hob in seiner Begrüßung vor, dass die Auftaktveranstaltung dazu dienen soll, die Barrieren für kleinere und mittlere Betriebe zum Zugang zu Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung abzubauen. Die IMW e.V. und die KDA sind hier erfolgreich tätig. (Foto: Bodo Janzen)

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Dr. Thomas Grünwald, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW (Foto: Bodo Janzen)