Bundesweite Mittelstandsforen informieren über Cybercrime und Wirtschaftsspionage

Berlin, 17.05.2013

Veranstaltungsreihe FORUM MITTELSTAND LDS 2013

Nahezu 40 Unternehmer und Unternehmerinnen kamen am 16. Mai 2013 in den Wappensaal im Schloss zu Lübben, um sich in der zweiten Veranstaltung des „Forum Mittelstand LDS“ in diesem Jahr über die Gefahr durch Internetkriminalität und Wirtschaftsspionage zu informieren. Eingeladen hatten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald, Mittelbrandenburgische Sparkasse, Handwerkskammer Cottbus und die IHK Cottbus sowie IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V.

Internetkriminalität und Wirtschaftsspionage fügen Unternehmen jährlich Milliardenschäden zu. Dr. Jörg Treffke vom Landesverfassungsschutz Brandenburg und Denny Speckhahn vom Landeskriminalamt, Dezernat 120 „Cybercrime“, präsentierten anhand aktueller Beispiele, wie sich Angreifer meist perfekt getarnt und immer auf dem neuesten Stand der Technik unerkannt Zugang zu den elektronischen Netzwerken verschaffen. Martin Kipka, Geschäftsführer des IT-Beratungsunternehmen sollistico GmbH aus Blankenfelde, berichtete über eigene Erfahrungen durch einen mutwilligen Angriff auf sein IT-System.

Die Sorge der Gäste, ob es überhaupt möglich ist, Unternehmen ausreichend vor Angriffen zu schützen, stand im Mittelpunkt der anschließenden Diskussionsrunde. Dr. Jörg Treffke riet, zunächst das schützenswerte Know-How zu identifizieren und anschließend nach optimalen Lösungen zu suchen. Denny Speckhahn gab dabei zu bedenken, dass die besten Sicherheitslösungen nicht helfen, wenn sie nicht kompetent installiert und gewartet werden. Aus diesem Grund sollten Unternehmen in gut ausgebildete IT-Sicherheitsbeauftragte, z.B. Informatiker, investieren. Martin Kipka gab Hinweise, wie sich Unternehmen schon mit einfachen Mitteln vor Angriffen schützen können. „Das einfachste, was Unternehmen beispielsweise tun können, ist regelmäßig die Software-Updates der Hersteller durchzuführen. Viele Sicherheitslücken lassen sich so schließen“, so Kipka.

Der Abend machte aber auch deutlich, dass nur wenige Angriffe zur Anzeige gebracht werden. Dr. Jörg Treffke und Denny Speckhahn appellierten daher an die Unternehmen, sich bei Angriffen – auch nur vermuteten – an sie zu wenden. Auch Martin Kipka ermunterte die Gäste, die Ermittlungsbehörden ohne Scheu zu kontaktieren. Nur so bestehe die Möglichkeit, die Täter zu fassen oder sie zumindest in ihrem Tun einzuschränken.

Am Donnerstag, d. 13.06.2013 widmet sich das Forum Mittelstand Niederrhein, das in der Burg Brüggen stattfindet, mit einer Vertiefung des Themas „Ihr Smartphone im Visier von Wirtschaftsspionage“.

Smartphones stellen ein leichtes Angriffziel dar. Sie können durch entsprechende Software manipuliert werden, so dass sie wie Wanzen funktionieren. Immer häufiger liegen derartige Geräte in vertraulichen Besprechungen, so kann der gesamte Inhalt an den Angreifer übertragen werden. Wir laden Sie ein, sich zu informieren, wie Sie Ihr Unternehmen schützen können