Berlin-Friedrichshain, 22.04.2015
Veranstaltungsreihe MITTELSTANDSFORUM METROPOL 2015
Sebastian Bobinski, Geschäftsführer der Tischler-Innung Berlin, eröffnete die Auftaktveranstaltung des Mittelstandsforums Metropol 2015. Gefolgt waren der Einladung ca. 30 Unternehmer. Des Weiteren zählten zu den Gästen Schulleiter des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg.
„Wer kann in Zukunft unseren Job machen? Für viele mittelständische Unternehmen ist diese Frage angesichts rückläufiger Auszubildendenzahlen von existenzieller Bedeutung“, so führte Frau Carola Schneider, Vorsitzende des Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins in das Thema: JOBENTDECKER ein.
Nur frühzeitig in Schulen präsente Unternehmen werden erfolgreich im Recruiting sein. Rechtzeitiges Matching mit gegenseitigem Kennenlernen, Heranführen an das jeweilige Berufsbild und enge Kooperation mit den umliegenden Schulen sind wichtige Eckpfeiler bei der Integration von Nachwuchskräften.
In ihrem Impulsvortrag verdeutlichte Frau Schneider, dass das Klagen über die Defizite der Jugendlichen und der Ruf nach anderen Schülern einfach nicht ausreichen, um im wirtschaftlichen Wettbewerb zu bestehen. Die aktuelle Situation bedingt also ein Umdenken, erfordert frisches Bewusstsein und neues Handeln. Die Methode der JOBENTDECKER kann ein wirksames Instrument sein, geeignete Auszubildende im engen Austausch mit Schulen zu finden.
„Dabei ist auch die Kommunikation von immenser Bedeutung – nicht abheben, sondern klar und verständlich – abgestellt auf die Berwerber/innen“, so beendete Carola Schneider unter Applaus des Publikums ihren Vortrag.
Die Bedeutung des Themas spiegelte sich auch in der anschließenden lebhaften und engagierten Diskussion wider.
Hierzu äußerte Frank-Michael Niehus, Obermeister der Tischler-Innung Berlin, dass die Innung für die positive Imagebildung über den Handwerksberuf Tischler bei Jugendlichen erfolgreich Kampagnen „Born to be Tischler“ umsetzt.
Herr Wiedemann, Oberstufenzentrum für Holztechnik, Glastechnik und Design der marcel-breuer-schule, erläuterte, dass „die Qualität der Lehrlinge gestiegen sei und es lediglich 10% problematische Schülerklassen gäbe“.
Helmuts Salnjas, Attaché Wirtschaft und Handel der Botschaft der Republik Lettland, erläuterte, dass vor zwei Jahren die duale Ausbildung in Lettland eingeführt wurde.
Die letzten Diskutanten verließen das Nirgendwo erst Stunden nach offiziellem Ende – und die Gespräche gehen weiter.
In einem ehemaligen Lokschuppen, der Eventlocation Nirgendwo, fand die Auftaktveranstaltung zum Mittelstandsforum Metropol in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg statt. Foto: Stefan Tietz
Sebastian Bobinski, Geschäftsführer der Tischler-Innung eröffnete die Veranstaltung. / Foto: Stefan Tietz
