Berlin, 30.09.2013
FORUM MITTELSTAND LANDKREIS DAHME-SPREEWALD (BRANDENBURG)
Es ist unumstritten: Engagierte Mitarbeiter sind ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg. Wie es gerade kleinen und mittelständische Unternehmen gelingen kann, engagierte Mitarbeiter zu finden und langfristig zu binden, und wie sie mit Mitarbeitern umgehen sollten, die nicht so arbeiten, wie sie könnten oder müssten, stand im Mittelpunkt des „Forum Mittelstand LDS“ am 26. September 2013 in die „Alte Feuerwache“ in Eichwalde.
Das Fazit der geladenen Experten Michael Burg (HWK Cottbus), Udo M. Strenge (IMW e.V.) und Rouven Sperling (Career Service der TH Wildau) war einstimmig: Die Kündigung sogenannter „Low Performer“ sollte das letzte Mittel sein.
Die Ursache für wenig engagierte Mitarbeiter geht vor allem auf Defizite in der Unternehmensführung zurück. Denn in vielen – vor allem kleinen Unternehmen – fehlen oft die Ressourcen für eine systematische Personalentwicklung. Systematische Personalarbeit ist jedoch unerlässlich, um Arbeitsbedingungen zu schaffen, die das Engagement und die Motivation der Mitarbeiter fördern.
Angemessene Bezahlung, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung bilden die Basis.
„Wichtig ist zudem der regelmäßige Dialog über Unternehmensziele, konkrete Aufgabenstellungen, persönliche Ziele und erbrachte Leistungen des Mitarbeiters“, erklärt Michael Burg. Udo M. Strenge rät ferner, Mitarbeiter nicht entsprechend ihrer Qualifikation, sondern vor allem gemäß ihren Fähigkeiten und Neigungen einzusetzen, sie frühzeitig in verantwortungsvolle Unternehmensprozesse einzubinden, ausreichend Handlungsfreiräume zu geben und gute Leistungen gezielt hervorzuheben. „Flexible Arbeitszeitmodelle, Angebote für Betriebsrenten oder Unternehmensbeteiligungen sind weitere Möglichkeiten, engagierte Mitarbeiter langfristig zu binden“, so Udo M. Strenge.
Rouven Sperling appelliert an die Unternehmen, möglichst frühzeitig Kontakte zu engagierten Schülern und Studenten aufzubauen. „Gehen Sie rechtzeitig in Schulen und Hochschulen. Machen Sie Ihr Unternehmen bekannt und bieten Sie regelmäßig Schülerpraktika sowie Praktikumsstellen und Abschlussarbeiten für Studenten an. Die TH Wildau steht Ihnen mit einer Vielzahl von Unterstützungsmöglichkeiten zur Seite“, so Rouven Sperling.
Das „Forum Mittelstand LDS“ durchleuchtet seit 2006 in jährlich vier Veranstaltungen praxisnah mittelstandrelevante Themen. Die Veranstaltungsreihe ist ein partnerschaftliches Projekt der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (WFG), des Landkreises Dahme-Spreewald, der Technischen Hochschule Wildau [FH], der Handwerkskammer Cottbus (HWK), der Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK), der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. (IMW e.V.), des Unternehmerverbandes Brandenburg e.V. (UV Brandenburg e.V.), der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) sowie der Märkischen Allgemeinen Zeitung und der Lausitzer Rundschau.
v.l.n.r. Prof. Thomas Biermann (TH Wildau), Rouven Sperling (Career Service der TH Wildau), Udo M. Strenge (Vorstand IMW e.V.) und Michael Burg (Geschäftsstellenleiter HWK Cottbus) diskutierten am 26.09.2013 über die „Kunst“, die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu erkennen und zu optimieren.
